Bittere Niederlage für die Satteldorfer TT-Herren 1



Gegen den VfL Kirchheim setzt es mit einem 3:7 die zweite Oberliga-Heimniederlage in Folge
Kann eine Fußballmannschaft trotz einiger Möglichkeiten einfach kein Tor schießen, so sagt ein altbekanntes Sprichwort: „Die hätten noch 200 Minuten spielen können, gelungen wäre ihnen trotzdem nichts“. Viel besser kann man den Nachmittag in der Satteldorfer Turnhalle aus Sicht der SpVgg nicht beschreiben und das trotz einer zwischenzeitlichen 3:0 Führung.
Selbstbewusst und mit dem Ziel einen Heimsieg einzufahren, gingen die Männer um Gabriel Stephan in die Partie, die besser nicht hätte starten können. Zuerst zeigten Stephan/Kouril dem Kirchheimer Spitzendoppel Alicic/Braunwarth mit einem äußerst dominanten 3:0 Sieg ihre Grenzen auf. Im Anschluss gelang es Tran/Schweizer, nach zwei ausgeglichenen Sätzen zu Beginn, Mangold/Geßner mithilfe platzierter und kontrollierter Bälle zur Verzweiflung zu bringen und mit 3:1 Sätzen zu gewinnen. Als dann auch noch Stephan, trotz einem 10:12 im dritten Satz, einen ungefährdeten 3:1 Punktgewinn gegen Braunwarth erzielen konnte, standen die Zeichen beim Zwischenstand von 3:0 ganz klar auf Heimsieg. Was in den folgenden zwei Stunden geschehen sollte, lässt sich auch in der Nachbetrachtung nicht genau analysieren. Eine Mischung aus Spielpech, mangelnder Konstanz, immer mutiger werdenden Kirchheimern und einer zunehmenden Ratlosigkeit sollte jedoch dazu führen, dass den Satteldorfern das Spiel, trotz allen Widerstandes, noch völlig entgleiten sollte.
Der Anfang vom Ende, so lassen sich die Spiele von Tran gegen die Kirchheimer Nummer 1 Alicic und von Kouril gegen Geßner beschreiben. Dabei sah es beim Zwischenstand von 2:1 für Tran und 1:0 für Kouril sogar so aus, als könnte man den Vorsprung auf 5:0 ausbauen. Doch Alicic konnte Tran mit seinen druckvollen Topspins immer häufiger unter Druck setzen und den vierten Satz mit 11:4 für sich entscheiden. Der Entscheidungssatz war von Beginn an, ein Kopf an Kopf Rennen, in dem beide Spieler einige großartige Bälle zeigen konnten. Beim Stand von 9:9 war es jedoch Alicic, der die entscheidenden Akzente zum 11:9 Sieg setzen konnte. Auch im Spiel von Kouril sollte sich das Blatt drehen, da er den zweiten Satz mit 9:11 Geßner überlassen musste. Wie bereits im vorherigen Satz, schlichen sich auch im dritten Satz ungewohnte Fehler, vor allem im Rückschlag, bei der Satteldorfer Nummer 3 ein, trotzdem konnte er einen zwischenzeitlichen Rückstand wieder egalisieren und zum 9:9 ausgleichen. Mit etwas Pech musste Kouril jedoch weitere zwei Punkte des Kirchheimers zum 1:2 Satzrückstand hinnehmen. Im vierten Satz stabilisierte sich Kouril wieder, jedoch konnte auch Geßner, beflügelt von dem Vorsprung, sich nochmals steigern und mit einigen starken Gegentopspins erneut mit 11:9 den Satz und somit auch das Spiel für sich entscheiden.
Druckvoll, mit hoher Qualität und überlegt, so lässt sich die Spielweise von Schweizer in den ersten Sätzen gegen den ehemaligen Spieler der SpVgg Mangold beschreiben. Verdientermaßen ging Schweizer mit 2:0 in Führung und konnte auch im dritten Satz an seine Leistung anknüpfen und sich drei Matchbälle erarbeiten. Beim Stand von 12:11 für Schweizer hatten die Zuschauer nach einem atemberaubenden Topspin-Topspin Duell den Siegschrei schon auf den Lippen, mit einem Kraftakt konnte Mangold den Satz doch noch mit 15:13 gewinnen. Zwar bestätigte Schweizer im vierten und fünften Satz seine tolle Leistung, doch der Kirchheimer agierte nun auf Augenhöhe und hatte vor allem in den langen Rallys oftmals die Nase vorn. Symptomatisch musste sich Schweizer schließlich mit 9:11 im fünften Satz geschlagen geben, es war zum Verzweifeln.
Trotz der Tatsache, dass das Spiel beim Zwischenstand von 3:3 immer noch völlig offen war, machte sich zunehmend eine gewisse Unruhe im Satteldorfer Lager breit. Nachdem ein angeschlagener Stephan gegen einen jeden Ball treffenden Alicic einfach kein Mittel fand und mit 0:3 Sätzen seine erste Saisonniederlage einstecken musste, war das Match endgültig gekippt. Und als dann auch noch Tran gegen Braunwarth, symptomatisch mit 2:3 den Kürzeren zog, schien es so, als wäre sowohl bei den Spielern als auch bei den Fans der Stecker gezogen. Sowohl Kouril als auch Schweizer gaben sich in den abschließenden Einzeln zwar keinesfalls auf und versuchten nochmals ihr Bestes. Alle Bemühungen waren jedoch vergeblich, denn die selbstbewussten und gestärkten Kirchheimer hatten zu jeder Zeit die bessere Antwort, gewannen jeweils klar mit 3:0 Sätzen und sorgten somit für den ernüchternden 3:7 Endstand
Moritz Kouril

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